Wenn sich zwei Industriegiganten zusammentun, ist das Streamlining der Geschäftsprozesse eine wahre Mammutaufgabe. Ein Musterbeispiel dafür lieferte der Merger der Bayer AG mit dem US-Unternehmen Monsanto. Reporting-and-Analytics-Experten der Xient GmbH haben die Mammuthochzeit auf mehreren Ebenen unterstützt und für einen reibungslosen Ablauf gesorgt.

Die teils über Jahrzehnte gewachsenen Systeme und Abläufe der beiden Branchenriesen mussten im Zuge des Mergers aufeinander abgestimmt und modernisiert werden. Wir standen vor der Herausforderung, die Systeme des Saatgutspezialisten Monsanto in die von Bayer zu überführen. Nach der Migration musste die Datenlage dabei aber nicht nur einheitlich sein. Auch eine moderne und hochperformante Zielarchitektur war Teil der Aufgabe, mit der sich unsere Xient-Architekten beschäftigten.

SAP HANA-Data-Lake ersetzt veraltete SAP-Queries

Monsanto setzte für seine rund 200 relevanten Infosets auf die nicht mehr zeitgemäßen SAP-Queries. Als Zielarchitektur entschieden wir uns nach ausführlicher Analyse der Datenlage und nach Rücksprache mit den Entscheidern bei Bayer und Monsanto für eine SAP HANA-Data-Lake-Datenbank. Diese wird in der Amazon-Web-Services-Cloud gehostet. Unsere weitreichende Expertise mit Lake-Architekturen sowie umfangreiche Erfahrungswerte bei der Zusammenarbeit mit großen Konzernen – vor allem in den Segmenten Pharma und Logistik – waren die Triebfedern für die erfolgreiche Umsetzung des Data-Mergers zwischen den Weltkonzernen.

Unsere Entwickler nahmen eine systematische Analyse der historisch gewachsenen und damit entsprechend komplexen SAP-Queries von Monsanto vor. Dabei galt es auch, die teils undurchsichtigen Abfragelogiken durch Reverse Engineering zu dekonstruieren und die Ergebnisse nach Wichtigkeit und Komplexität einzuteilen. Anschließend haben die Xient-Entwickler die alten Monsanto-Infosets in Calculation Views auf Basis von SAP HANA konvertiert.

Reibungsloser Ablauf trotz komplexer Herausforderungen

Die Integration der Monsanto-Daten in die Bayer-Umgebung war natürlich nicht nur aufgrund der anspruchsvollen Datenausgangslage eine hochinteressante Aufgabe. Unser Leistungsspektrum umfasste die komplette Betreuung des Mergers. Dazu gehörte neben der umfangreichen Testung und anschließenden Liveschaltung der entwickelten SAP-Lösungen auch die Schulung und der Support der Mitarbeiter. Bei Weltkonzernen wie Bayer und Monsanto kommt zudem eine anspruchsvolle Logistik hinzu. Sämtliche Teilprozesse mussten über drei Zeitzonen hinweg koordiniert werden, da Mitarbeiter in Europa, den USA und in Indien involviert waren.

Trotz allen vermeintlichen Schwierigkeiten konnte unser Xient-Team die Datenmigration zwischen Monsanto und Bayer schnell und mit maximaler Effizienz abschließen. Sämtliche Datenabgleiche zwischen dem alten und neuen System liefen nach unseren Testungen erfolgreich und fehlerfrei ab.

Nicht zu unterschätzen war der Performancegewinn der neuen Architektur: Wo Abfragen auf Basis der alten Monsanto-Infosets teils Antwortzeiten von bis zu 15 Minuten hatten, liefert die moderne SAP-HANA-In-Memory-Datenbank die Ergebnisse als Calculation Views praktisch in Echtzeit. Das gewählte In-Memory-Hosting in der AWS-Cloud sorgt für einen enormen Perfomance- und damit auch Produktivitätszuwachs – ein Gewinn auf allen Ebenen, den man sich von einem Konzernmerger in dieser Dimension erwünscht.

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